Wenn Mietzi Schnupfen hat und Bello hustet
1200 Euro werden durchschnittlich im Jahr für das Wohlergehen von 23,3 Millionen tierischen Mitbewohnern in deutschen Haushalten ausgegeben. Fünf Millionen Hunde und 8,2 Millionen Katzen bellen und schnurren derzeit in deutschen Landen. Diese Zahlen veröffentlichte kürzlich das „Versicherungsmagazin“ in der März-Ausgabe und bezog sich dabei auf eine Studie der Universität Göttingen aus dem Jahre 2006.
Während in Skandinavien jeder 2. und in England jeder 4. Heimtierhalter eine Krankenversicherung für seinen Liebling abgeschlossen hat, ist Deutschland mit rund einem Prozent versicherter Tiere ein wahres Entwicklungsland bei diesem Vorsorgethema. In den letzten 18 Monaten verzeichnen die Anbieter von Tierkrankenversicherungen allerdings eine Zunahme der Nachfrage. Immer mehr Tierhalter wissen, dass die Versorgung einer einfachen Schnittverletzung schnell 100 Euro und mehr kosten kann. Operationen und deren Nachbehandlung, Krebsbehandlungen kosten schnell 1500 Euro und mehr.
Bei den meisten Tierhaltern sind die Schützlinge zu vollwertigen Familienangehörigen geworden, um deren Wohl sie sich die größten Sorgen machen. Aus einer aktuelle Umfrage des GfK Marktforschungsinstitutes im Auftrag der Helvetia Versicherungen geht hervor, dass Krankheit des Heimtieres mit 65,2% gefolgt von Tod (48,1%) und Verletzung (32,4%) dabei den größten Anteil ausmachen. Mit einer Tierkrankenversicherung haben Tierfreunde die Möglichkeit, sich vor den finanziellen Folgen von Krankheit und Unfällen Ihrer Vierbeiner zu schützen.
Anbietervielfalt noch übersichtlich
Die Anzahl der Versicherer, die hier Lösungen anbieten ist noch überschaubar. Doch auf die Qualität der Tierkrankenversicherung sollte auch hier geachtet werden. Bei einer Versicherung für Hunde ist die wichtigste Anforderung an eine Tierkrankenversicherung die freie Tierarztwahl. ACHTUNG! Es gibt Versicherungslösungen, die zwar die freie Tierarztwahl ermöglichen aber von der Rechnung nur den einfachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) erstatten. Die Mehrheit der Tierärzte rechnet allerdings den zwei bis dreifachen Satz der Gebührenordnung ab. Eine Begrenzung der Erstattung auf den 1-fachen Satz schränkt dann die Auswahl des Tierarztes unnötig ein. Eine Tierkrankenversicherung sollte auch im Ausland Versicherungsschutz bieten, zumindest für die Tierhalter, die Ihre Lieblinge mit ins Ausland nehmen. Regelmäßige Präventionsmaßnahmen beim jährlichen Gesundheitscheck sollten ebenfalls erstattet werden. Hier gehört die Kostenübernahme für Zahnsteinentfernung, Impfungen und Behandlung von Parasitenbefall dazu.
je jünger das Tier desto preiswerter der Schutz
Eine Tierkrankenversicherung als sogenannte Vollversicherung kostet je nach Tierart und Rasse zwischen 15 und 60 Euro pro Monat. Das Alter des Tieres spielt dabei eine große Rolle. Je jünger desto kleiner der Beitrag. Eine preiswerte Alternative können Versicherungstarife sein, die ausschließlich notwendigen Operationskosten übernehmen. Wird hier auch noch ein kleiner Selbstbehalt vereinbart, wird das Monatsbudget nicht zu hoch belastet.
Lassen Sie sich von einem Versicherungsmakler beraten, der ihnen eine breite Auswahl von Angeboten zusammenstellt. Einen Online-Vergleichsrechner für die Tierkrankenversicherung finden Sie hier.
Torsten Kuhnke
